
Boston Reisefuehrer mit vielen Tipps fuer die Staedtetour in die Hauptstadt von Massachusetts in Neuengland.
Boston ist eine der bekanntesten und attraktivsten Städte in Neuengland und der USA. Man kann durchaus sagen, dass man Boston kennen sollte, um Amerika zu kennen. Die Stadt wirkt in vielerlei Hinsicht faszinierend. Sie ist seit jeher ein Ort, wo verschiedenen Kulturen zusammenkommen. Die ersten Einwanderer waren puritanische Engländer, es folgten Iren, Italiener, Polen, Russen und Deutsche.
Sie alle hielten mehr oder weniger an ihren Traditionen und Kulturen fest und assimilieren sich bis heute hier etwas langsamer als an anderen Orten Amerikas. Boston ist sicher eine der europäischsten Städte des Kontinents. Traditionell sind die Irischstämmigen sehr kennzeichnend für die Traditionen der Stadt. Der St. Patricks Day ist auch hier ein großes Fest und dann steht die Stadt ganz im Zeichen des Kleeblatts.
Besonders im Stadtteil South End hatten die Iren ihren Schwerpunkt. North End dagegen wirkte in der Vergangenheit eher wie Little Italy. Italienische Bäckereien und Restaurants findet man auch heute hier noch, genauso wie Pubs in anderen Stadtteilen Bostons. Trotzdem hat sich etwas getan in der Stadt, denn in den letzten Jahren kamen viele Einwanderer aus Lateinamerika, besonders aus Brasilien und der Karibik.
Boston ist damit kosmopolitisch und ein Ort der Historie zugleich.
Kein anderes Ereignis hat die Stadt so berühmt gemacht, wie die Boston Tea Party. Am 16. Dezember 1773 wollten die Bostoner Bürger sich gegen die britischen Kolonialmacht auflehnen. Das britische Parlament hatte eine Erhöhung einiger Steuer beschlossen und damit das Missfallen der Kolonisten in Nordamerika erregt. Der Slogan "no taxation without reprensentation" machte die Runde. Die Amerikaner wollten ihre Dinge mehr und mehr selbst in die Hand nehmen. Als Indianer verkleidete Aufständische drangen in den Hafen von Boston ein und versenkten die Teeladung von drei Schiffen der britischen East India Trading Company ins Hafenbecken.
England war empört und man hatte sogar vor Boston als Strafaktion zu zerstören. Soweit kam es dann aber nicht, allerdings wurde der Hafen geschlossen. Die Freiheiten der Kolonien wurden beschränkt, besonders die von Massachusetts. Letztendlich führten die bewegenden Ereignisse ab 1775 zum Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg der USA und zu deren Unabhängigkeit 1776.
Damit wurde Boston zu einem der historisch wichtigsten Stätten der USA. Und noch heute kann man diese Geschichte quasi hautnah bei einem Stadtbummel in Bostons kompakter Innenstadt erleben. Wer den gut begehbaren 4 km langen Freedom Trail (markiert durch einen roten Strich auf dem Bürgersteig) abläuft, startet am ältesten Stadtpark des Landes, dem Boston Common und geht bis Charlestown. Der Besucher begegnet 16 ausgezeichneten geschichtlichen Stätten aus dieser Zeit und steht irgendwann auch vor dem Old State House, dem Ort wo ein John Adams die Unabhängigkeitserklärung verkündete.
Aber auch heute setzt die Stadt Boston moderne Akzente. Die kosmopolitische Stadt ist eine der wohlhabendsten und kulturelle reichsten Städte des Landes. Ein Nebeneffekt ist, dass die Immobilienpreise und Lebenshaltungskosten ebenfalls spitze sind. Die Symphony Hall beherbergt das international bekannte Boston Symphony Orchestra. Mit die angesehenste Universität der USA ist Harvard in Cambridge, einem Vorort von Boston. Weltweit bekannt sind auch die Forschungsergebnisse der MIT (Massachusetts Institute of Technology). Mit 32 Hochschulen ist die Stadt ein absoluter Bildungsschwerpunkt und eine junge Studentenstadt.
Wirtschaftlich ist die Region auch im IT-Bereich und in der Biotechnologie erfolgreich. Außerdem werden viele Zonen der Stadt neu gestaltet und revitalisiert (wie etwa die Waterfront). Traditionell ist Boston auch eine Stadt mit dem Schwerpunkt Finanzdienstleistungen wie Banken, Versicherungen und Real Estate. Der internationale Flughafen Logan International Airport ist der größte in Neuengland. Das gute S- und U-Bahnnetz und die Busslinien ermöglichen eine gute Erkundung auch des Umlands von Boston. Mit der eisenbahn bestehen gute Verbindungen nach Washington D.C. und New York.
Als größte Stadt Neuenglands und Hauptstadt von Massachusetts kommen ihr auch andere, z.B. politische Aufgaben zu. Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, Museen, Galerien und breitem gastronomischem Angebot bietet Boston daher unglaublich viel an Kultur und amerikanischer Lebensart. Neben zahlreichen Parks, wo man auch Luft tanken kann, ist man außerdem schnell an der Küste von Massachusetts und Neuenglands. Dort gibt es Wäldern, Seen und Steilküsten. Wer im Herbst die Stadt besucht, sollte die Reise mit einer Tour durch die weitere Neuenglandstaaten wie Vermont, New Hampshire oder Maine verbinden. In Letzterem befindet sich auch der beliebte Acadia-Nationalpark in Maine. Man kann auch einen Abstecher nach Kanada machen.
Lassen Sie sich auf diese Stadt ein, Boston wird Ihnen sicher einen interessanten Aufenthalt bieten!
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